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FÖRDERPROJEKT

Ein ethnisch verankertes Gruppenprofiling

TrägerCGIL Bildungswerk e.V.
RessortHSM
ThemaIntegration von benachteiligten Personen
Durchführungszeitraum01.08.2008 - 30.04.2010
Ein ethnisch verankertes Gruppenprofiling - EDV Unterricht

Kurzbeschreibung 

 

Im Rahmen des Projekts "Ethnisch verankertes Gruppenprofiling" werden ältere Arbeitslose sozialpädagogisch betreut und begleitet. Das Projekt berücksichtigt dabei die unterschiedliche ethnische Herkunft und die damit  in Zusammenhang stehenden besonderen Bedingungen und Bedarfe der Teilnehmenden. 

Der Einsatz eines muttersprachlichen Multiplikators als "bestimmendes Merkmal" des Projekts ermöglicht einen privilegierten Zugang zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und eine zielgruppengerechte Arbeit an den Maßnahmenthemen. Die auf sprachlicher und kultureller Ebene auf die Zielgruppe zugeschnittene Unterstützungsarbeit des Mediators ermöglicht eine einzelfallbezogene individuelle Beratung der Klientel.

Ein ethnisch verankertes Gruppenprofiling - Gruppenarbeit

Hintergrundbericht

Das Projekt sieht fünf Phasen für die Teilnehmenden vor. Diese sollen im Folgenden kurz dargestellt werde:

  • Phase 1: In Phase eins lernen sich die Teilnehmenden und ihren Kursleiter bzw. ihre Kursleiterin kennen.
  • Phase 2: In Phase zwei werden im Zuge der Biografiearbeit Stärken und Schwächen der Teilnehmenden herausgearbeitet. Die Kompetenzbilanzierung dient dabei auch als eine Stärkung des Selbstwertgefühls der Teilnehmenden.
  • Phase 3: In Phase drei wird der Arbeitsmarkt uns seine Anforderungen analysiert. Gleichzeitig geht es in Phase drei aber auch darum zielgerichtete Bildungsangebote für die Teilnehmenden zu finden.
  • Phase 4: In Phase vier geht es darum in enger Zusammenarbeit mit den Trainern / innen, dass sich die Teilnehmden ein zukunftsorientiertes Bild ihrer beruflichen Zukunft machen, um eine Wiedereingliederung in das Arbeitsleben zu ermöglichen.
  • Phase 5: Phase fünf steht nicht am Ende des Beratungszyklus, sondern ist eher begleitend zum Gesamtprozess zu betrachten. Hier werden flankierend PC Kenntnisse geschult, Bewerbungsunterlagen erstellt, kulturelle Angebote wahrgenommen und die Teilnehmenden auch bei Bedarf psychologisch betreut.

 

Ein ethnisch verankertes Gruppenprofiling - Ausstellungsbesuche

Fazit

Zusammenfassend lässt sich also konstatieren, dass durch die kulturelle Mediation ein zielorientiertes Verhältnis zwischen Klientel und Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeitern, sowie zwischen Kunden und Vertreterinnen und Vertretern der Leistungsträger erzielt wird.

Für die Mehrheit der Zielgruppe ist die Teilnahme am Projekt „Ethnisch verankertes Gruppenprofiling“ die erste Erfahrung mit irgendeiner Form von Bildung überhaupt. Dieses führt bei vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zunächst zu Ängsten, die zunächst abgebaut werden müssen. Als besonderer Erfolg ist deshalb zu verbuchen, dass im Verlauf der Maßnahme mit dem Auftreten der ersten Lernerfolge ein starker Anstieg der Lern- und Arbeitsmotivation deutlich zu erkennen ist. 

Ein entscheidendes Erfolgs- und Qualitätskriterium des Projektes besteht nun darin, eben diese in der Maßnahme entwickelte Motivationssteigerung zeitnah und unmittelbar in aufbauende Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen überzuleiten.

Bei der betreffenden Altersgruppe ist deutlich zu beobachten, dass Frauen (in diesem Fall türkische und italienische Frauen) besonders bildungsfern aufgewachsen sind und gelebt haben. Deshalb stellen die im Rahmen des Projektes bereitgestellten Bildungsangebote gerade für Frauen eine besonders große Chance dar.

Zu konstatieren ist, dass insbesondere die Frauen das Projekt als Chance nutzen, sich durch Integration in das Arbeitsleben ein stückweit zu emanzipieren. Für die gesamte Gruppe gilt, dass Kenntnisse, Horizonte und Perspektiven  erweitert und die Wahrnehmung der eigenen individuellen Fähigkeiten allgemein verbessert werden. Zudem können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Beziehungsnetzwerk ausbauen.

 

KontaktFrancesca Palma
CGIL-Bildungswerk e.V. und ProArbeit - Kreis Offenbach - AöR
Henschelstraße 11
60314 Frankfurt
Telefon: 069 / 66 96 87 48
www.cgil-bildungswerk.de