Projektträger: Förderverein Roma e. V.
Förderprogramm: Qualifizierung und Beschäftigung für junge Menschen
Details zum Projekt:
Seit 2003 bietet der Förderverein Roma e. V. in Frankfurt am Main das Projekt „Berufliche Bildung, schulische Qualifikation und Erwerbstätigkeit für Roma-Jugendliche und junge Erwachsene“ an. Der Träger ist seit knapp zwanzig Jahren im pädagogischen Bereich und in der Beratungs- und Bürgerrechtsarbeit aktiv. Unter anderem betreibt der Verein, neben verschiedenen Möglichkeiten zur Information, eine Kindertagesstätte für 70 Kinder mit Regelbeschulung bis zum Hauptschulabschluss, ist in der sozialpädagogischen Familienhilfe tätig und unterstützt die Familien mittels einer fundierten Sozialberatung sowie einer Initiative im Sektor Vermittlung, Begleitung und Übersetzung.
Das Beschäftigungsprojekt wird vom Hessischen Sozialministerium durch Mittel des Europäischen Sozialfonds, dem Jugend- und Sozialamt Frankfurt am Main, dem Rhein-Main-Jobcenter Frankfurt am Main und von der Stiftung Pro Region der Fraport AG finanziert. Maßgebliches Ziel ist es, die Voraussetzungen für Erwerbstätigkeit zu verbessern und damit zum Abbau von Diskriminierung und Chancenlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt beizutragen. Der Teufelskreis von mangelnder Qualifikation und Arbeitslosigkeit wird durchbrochen und eine adäquate Alternative in den Bereichen Beruf und Schule geschaffen. Die Initiative entspricht so den aktuellen Leitlinien der EU-Kommission und der zukunftsweisenden Aufgabenstellung der Roma-Dekade der Weltbank, die insbesondere die Entwicklung akzeptierter Bildungsprojekte für Roma, der größten ethnischen Minderheit (über acht Millionen Menschen) in Europa, nachdrücklich fordern.
Der Verein wendet sich an 15 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 27 Jahren. Das Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen ist ausgeglichen, worauf bezüglich der speziellen Förderung junger Frauen geachtet wird. Die TeilnehmerInnen stammen aus Deutschland, Rumänien, Polen, der Slowakei und dem ehemaligen Jugoslawien. Der Tätigkeitsrahmen umfasst das Kurssystem, die Alphabetisierung und Beschulung bis zum Hauptschulabschluss sowie die berufliche Orientierung in Form von Praktika in den Bereichen Handwerk, Einzelhandel, Verwaltung, Hauswirtschaft usw.Viele der Jugendlichen, die das Projekt verlassen, besuchen eine weiterführende Schule, werden in Ausbildungs- bzw. Qualifikationsmöglichkeiten vermittelt oder machen sich selbständig. Auch jenen, denen sich kurzfristig keine Perspektive eröffnet, steht die projektinterne Nachbetreuung über drei Monate bzw. die Sozialberatung des Trägers zur Verfügung. Das Konzept der intensiven sozialpädagogischen Betreuung, des differenzierten Unterrichts und der engen Eltern- und Familienarbeit, begleitet von muttersprachlichen Mitarbeitern, bewährt sich. Die Mühe bestätigen vor allem die Erfolge bei Kindern und Jugendlichen, die Schule und Ausbildung bisher über viele Jahre hinweg nicht mehr wahrgenommen haben, das Projekt allerdings regelmäßig besuchen.
"Die Mittel des Europäischen Sozialfonds ermöglichen, der Chancenlosigkeit von Roma-Jugendlichen die Entwicklung von adäquaten Bildungsangeboten entgegenzusetzen und somit eine reale Berufsperspektive zu eröffnen." (Förderverein Roma e. V.)