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FÖRDERPROJEKT

Machbarkeitsstudie zur Arbeitsmarktintegration qualifizierter MigrantInnen

Trägerberamí berufliche Integration e.V.
RessortHMWVL
ThemaStudien zur Verbesserung des Humankapitals
Durchführungszeitraum01.10.2009 - 30.03.2010
Vielfältige Kompetenzen und Ressourcen in einem Unternehmen

Kurzbeschreibung

Die Machbarkeitsstudie soll Kriterien für die Konzipierung von Projekten für die Qualifizierung und Beratung von qualifizierten MigrantInnen entwickeln, und für die Beratung von Betrieben und die Effizienz der darauf aufbauenden Projektvorhaben steigern. Zu beantworten gilt: Wie ist die Distanz zwischen Betrieben und qualifizierten MigrantInnen zur Sichtbarmachung der Potentiale zu überbrücken? Außerdem wird untersucht, welche Strategien die Betriebe für die Rekrutierung von Fachkräften entwickeln und welche Gruppen sie ansprechen. 

Die geplante Machbarkeitsstudie soll, an die geschilderten Trends anknüpfen, zur Optimierung der Nutzung vorhandener Potentiale beitragen und dadurch zur Stärkung des Standortes Hessen führen. Sie will eine Antwort auf die Frage liefern, wie der Bedarf der Unternehmen und die Qualifikationen, Kompetenzen und Ressourcen der Zielgruppe zusammengebracht werden können. 

Die Studie ist anwendungsorientiert und arbeitet Handlungsempfehlungen aus.

Hintergrundbericht 

Fachkräfte werden unter potentiellen Migranten und Migrantinnen im Ausland, nicht aber unter den in Deutschland lebenden Migranten und Migrantinnen gesucht. Auf der anderen Seite verfügen 14% der Zugewanderten über (Fach) Hochschulabschlüsse. Insgesamt, sind viele der als Asylsuchende, Heiratsmigrantinnen und Aussiedler/innen eingewanderten, qualifiziert, gehen aber in einem überproportionalen Maße niedrig qualifizierten und schlecht bezahlten Tätigkeiten nach (Englmann/Müller 2007).

Nach Angaben der OECD sind 20,3 % der Migranten und 23,6% der Migrantinnen in Deutschland unterqualifiziert beschäftigt (OECD 2006). Es ist deswegen nicht von der Hand zu weisen, dass die volkswirtschaftliche Bedeutung der Nutzung dieser brachliegenden Potentiale hoch ist.

Der geschilderte Sachverhalt der ungenutzten Qualifikationen der Migrantinnen und Migranten spiegelt sich in der Arbeit des Bildungsträgers berami e.V. wieder. In den vergangenen Jahren wurde festgestellt, dass immer mehr der an den Kursen und Beratungen teilnehmenden Migrantinnen und Migranten berufliche Abschlüsse - von einer beruflichen Ausbildung bis zum Hochschulstudium - und mehrjährige Berufserfahrungen mit und ohne Leitungsfunktion mitbringen. Zudem, zeigen die Erfolgen bei den Kursen und die Erfahrungen des Bildungsträgers mit Unternehmen bei der Organisation von Praktika, dass diese Personengruppen nach passender Förderung auch fachadäquat in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

Fachkräfte binden durch Weiterbildung

Die Frage, die es zu beantworten gilt, ist: Wie kann die Distanz zwischen Betrieben und qualifizierten MigrantInnen überbrückt werden, um die Potentiale der MigrantInnen für die Betriebe sichtbar zu machen? Deshalb muss untersucht werden, welche Strategien die Betriebe für die Rekrutierung von Fachkräften entwickeln, welche Gruppen sie ansprechen und wie Migranten und Migrantinnen in diese Gruppen inkludiert werden können.

Die im Anschluss an die Machbarkeitsstudie zu gestaltenden Projekte könnten z. B. durch eine öffentlich mitfinanzierte Einarbeitungsphase zu einer Entlastung der Betriebe beitragen, damit die Bereitschaft gestärkt wird, MigrantInnen einzustellen.

Die Studie wird sowohl bereits existierende Untersuchungen und Recherchen als auch eigene Erhebungen einbeziehen. Die eigenen Erhebungen werden mit qualitativ sozialwissenschaftlichen Methoden durchgeführt und richten sich an Wirtschaftsverbände und Betriebe.

Das Sample umfasst sowohl Betriebe, die Fachkräftemangel haben, aber keine Migranten oder Migrantinnen in qualifizierten Positionen eingestellt haben als auch Betriebe, die bereits ihren Fachkräftebedarf durch die Einstellung von Migrantinnen und Migranten gedeckt haben.

Die im Sample entaltenen Betriebe kommen aus verschiedenen Branchen. Dabei handelt es sich um Banken, Groß- und Außenhandelsorganisationen, Speditionen, Betriebe der Industrie und Technik, Einrichtungen aus dem sozialen und gesundheitlichen Bereich, z.B. Kinderbetreuungseinrichtungen, Krankenhäuser, Altenpflegeheime (staatliche und kirchliche Einrichtungen, Wohlfahrtsverbänden). 

KontaktRosina Walter
beramí berufliche Integration e.V.
Burgstraße
106
60389 Frankfurt
Telefon: 069/91 30 10 11
walter@berami.de
www.berami.de