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FÖRDERPROJEKT

Maßnahmen zur Verminderung des ingenieurwissenschaftlichen Fachkräftemangels

TrägerUniversität Kassel
RessortHMWK
ThemaStärkung des hoch qualifizierten Nachwuchses
Durchführungszeitraum01.12.2009 - 30.11.2012

Kurzbeschreibung 

Ziel des Projekts ist es, durch umfangreiche Beratung, intensive persönliche Betreuung der Studierenden und stärkeren Praxisbezug die Absolventenzahl ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge zu erhöhen und die Abbrecherquote zu senken.

Falls sich ein Abbruch nicht vermeiden lässt, soll durch individuelle Beratung eine berufliche Integration der Betroffenen in Metall- und Elektroausbildungen auf Facharbeiterebene ermöglichet werden. Das beispielhaft im Fach Maschinenbau angesiedelte Projekt soll später auch auf andere Fachbereiche übertragen werden.

Hintergrundbericht 

Der Fachkräftemangel in ingenieurwissenschaftlichen und technischen Bereichen, d.h. in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), in Deutschland ist in Industrie und Forschung weitreichend spürbar.

Gleichzeitig liegen die Abbrecherquoten in den Fächern Physik, Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie und Mathematik laut Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Kultusministerkonferenz (KMK) bei 30%.

Somit stellen die Hochschulen sowie die Studienabbrecherinnen und -abbrecher der MINT-Berufe wichtige Akteurinnen und Akteure im Prozess gegen den Fachkräftemangel auf Ingenieur- und Facharbeiterebene (m/w) in Deutschland dar. 

Das Projekt hat das Ziel Maßnahmen zu entwickeln, die zur Anpassung von Hochschulangeboten an die Herausforderungen des Arbeitsmarktes beitragen sollen. Somit hofft man die Studienabbrecherquote im ingenieurwissenschaftlichen Bereich zu senken, um dem Fachkräftemangel von kleinen und mitteleren Unternehmen entgegenzuwirken. Folgende Maßnahmen werden im Rahmen des Projekts umgesetzt. 

  • Verbesserte Studienbedingungen
  • Verstärkte Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft (KMU’s)
  • Modellhafte Aktionen in Bezug auf Entwicklung, Erprobung und nachhaltige Implementierung von neuen praxisorientierten Ausbildungseinheiten, die nach erfolgreicher Projektdurchführung hochschulweit etabliert werden sollen
  • Erhöhung des Praxisbezuges von Hochschule zur Wirtschaft
  • Forschungsaustausch mit Hochschulen aus Großbritannien und Schweden.

Weiterhin ist auch die berufliche Integration von Studienabbrecherinnen und -abbrechern ein wichtiger Bestandteil des Projekts.  Dabei ist die Entwicklung, Erprobung und Implementierung von neuen Strukturen des Wissenstransfers zwischen Hochschule, Berufsbildungseinrichtungen und Wirtschaft (kleine und mittlere Unternehmen) im besonderen Fokus.

Die Etablierung eines projektbezogenen Netzwerkes unterstützt diese Strukturen. Das Netzwerk besteht aus Kooperationspartner aus dem Bereich der beruflichen privaten und öffentlichen Berufsbildungseinrichtungen, Berufsschulen, Agentur für Arbeit, KMU-Unternehmen, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer etc.. 

Als lokale Initiative in Nordhessen wird eine Zusammenarbeit mit der „OloV“-Initiative („Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Beschaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen“) und der Initiative „matchING - Ingenieure finden, binden und entwickeln“ gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) angestrebt.

Im Rahmen der Entwicklung und Umsetzung des Projekts werden Hochschulen aus England und Schweden transnationale Partner.

 

KontaktMeike Siebert-Adzic
Universität Kassel
Institut für Arbeitswissenschaft
Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie
Heinrich-Plett-Straße 40
34132 Kassel
Telefon: 0561/804-4110
siebert-adzic@ifa.uni-kassel.de