Hintergrund und Zielsetzungen
Das Projekt entwickelt und erprobt ein innovatives Schulungskonzept für Beschäftigte in ambulanten und stationären Einrichtungen der Altenpflege, speziell für den Umgang mit Menschen mit Demenz.
Demenz ist derzeit ein brisantes Thema in der Altenpflege, zu dem ein hoher Qualifizierungsbedarf besteht. Dazu will dieses Projekt einen entscheidenden Beitrag liefern.
Das innovative Konzept sieht zwei neue E-Lernmodule der Reihe „PflegeWissen“ und Seminare, die die E-Learning Module sinnvoll ergänzen und erweitern, vor.
Neu ist die Anwendung von E-Lernmodulen zum Thema "Demenz", wobei die Herausforderung darin besteht eine Didaktik zu erstellen, die bei den Pflegekräften eine verstehende Haltung im Umgang mit Menschen mit Demenz hervorruft.
Zur Verstetigung sollen „E-Learning-Mentoren“ beitragen, die im Projektverlauf qualifiziert werden und als fester Kreis etabliert werden sollen.
Das Schulungskonzeptes möchte viele hundert Beschäftigte mit E-Learning in Berührung bringen. PC-Lernstationen und das Lernen via Internet werden zum selbstverständlichen Bestandteil von Unternehmenskultur und Personalentwicklung in den Betrieben. Damit soll Hessen eine Vorreiter-Funktion in diesem Bereich einnehmen.
Beschäftigte in der Altenpflege sind ca.zu 80% weiblich - viele ohne spezifische Ausbildung und mit Migrationshintergrund. Eine Teilnahme am E-Learning-Programm kann entscheidend dazu beitragen die Qualität im Umgang mit Demenzpatienten zu erhöhen. Somit ist auch eine Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit der Zielgruppe zu erwarten.
Der Gewinn für die Partnerbetriebe wiederum ist die einmalige Möglichkeit, den Kenntnisstand ihrer Beschäftigten zur Thematik Demenz auf ein einheitliches Niveau zu bringen
Wichtige Zwischenergebnisse
In der bisherigen Projektlaufzeit sind die E-Lernmodule „Demenz I“ (Schwerpunkt: Theoretisches Hintergrundwissen) und „Demenz II“ (Schwerpunkt: Kommunikation und Alltagsbegleitung) entstanden, welche von den über 30 Testpersonen begeistert aufgenommen wurden. Die Erprobung verlief auf unterschiedlichen Ebenen (von Vertreter/-innen der Pflegewissenschaft bis zu Pflegehilfskräften) und zeigte, dass auch eine derart komplexe Thematik über E-Learning mit ansprechender Visualisierung vermittelt werden kann.
Hierzu ein exemplarisches Zitat aus einem Testprotokoll:„Dieses Modul ist eines der tiefgreifendsten, das bisher entwickelt wurde. Der Themen-Hintergrund ist ausgesprochen vielschichtig…Ich bin begeistert von diesem Ergebnis.“(Wohnbereichleiter und Qualitätsbeauftragter eines Altenpflegeheims)
Ebenso positiv ausgewertet wurden die Präsenzseminare. Die Teilnehmenden lobten den abwechslungsreichen Aufbau und sehen darin eine wichtige Ergänzung und Vertiefung der E-Learning-Inhalte.
Von April – Juli 2009 wurden außerdem 17 „E-Learning-Mentoren“ qualifiziert, die die Nachhaltigkeit dieser Lernform in den Einrichtungen und in der Ausbildung unterstützen sollen. Vernetzte Strukturen der Zusammenarbeit dazu werden geplant und gefördert.
Ausblick
Im Jahr 2010 werden ca. 15 Kurse für die Beschäftigten der Partnerbetriebe angeboten. Eine hohe Anzahl von Mitarbeiter/-innen, die nicht das komplette Schulungsprogramm belegen, wird mit den beiden E-Lern-Modulen ihre Wissensbasis erweitern.Somit wird eine wichtige Offensive zur Qualifizierung der Beschäftigten gestartet.