Wie soll der Europäische Sozialfonds (ESF) in Hessen ab 2028 aussehen? Vom 4. Mai bis 15. Juni 2026 hatte die hessische Bevölkerung sowie die Sozialpartner, Verbände, Kommunen und Bildungs- und Qualifizierungsträger die Gelegenheit, Impulse für die zukünftige Ausgestaltung des ESF in Hessen zu setzen. Obwohl sich die Rahmenbedingungen für die Förderperiode 2028–2034 auf europäischer Ebene noch in Abstimmung befinden, leitete die Verwaltungsbehörde ESF Hessen damit frühzeitig einen transparenten Beteiligungsprozess ein, um die Maßnahmen passgenau auf die Bedarfe des Landes abzustimmen.
Die Ergebnisse der Online-Konsultation mit 418 Beteiligungen liegen nun vor.
Die Auswertung der Umfrage zeigt ein einheitliches Meinungsbild über alle Akteursgruppen hinweg. Die größten Herausforderungen in Hessen sehen die Befragten bei fehlenden Sprachkompetenzen (57 %), dicht gefolgt vom akuten Fachkräftemangel (53 %) sowie Schul- und Ausbildungsabbrüchen (51 %).
Entsprechend deutlich werden die Hauptzielgruppen benannt: 72 % fordern eine gezielte Unterstützung für junge Menschen am Übergang zwischen Schule und Beruf, gefolgt von Menschen mit Migrationshintergrund (61 %) und Menschen mit geringen Teilhabechancen (48%). Als wichtigste Interventionsbereiche der künftigen Förderung wurden die berufliche Ausbildung (39 %), die Verbesserung des Arbeitsmarktzugangs (31 %) sowie die allgemeine Schulbildung (29 %) identifiziert. In den zusätzlichen offenen Rückmeldungen betonten die Teilnehmenden vor allem die Themen Sprachförderung, digitale Zukunftskompetenzen und soziale Teilhabe.
Wie geht es weiter?
Die gewonnenen Impulse fließen nun gemeinsam mit weiteren Aspekten, wie der sozioökonomischen Analyse Hessens sowie strategischen Leitlinien des Landes und der Europäischen Kommission in den weiteren Planungsprozess ein.
Herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung an der Konsultation! Sie finden die ausführlichere Dokumentation rechts in den Downloads.