Projekte im ESF 

 

Projekt Dienstleistungsagentur „Zeitgewinn“ mit modularer Qualifizierung zur Dienstleistungskraft

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In Anbetracht des demographischen Wandels und der steigenden Erwerbstätigkeit bei Frauen und gleichzeitig kaum reduzierten Erwerbstätigkeit bei den Männern hat die Branche der haushaltsnahen Dienstleistungen (HDL) ein erhebliches Arbeitsplatzpotential. Ein Großteil der Haushaltshilfen findet auf dem Schwarzmarkt statt. Leidtragende sind in der Regel die Beschäftigten, die weder unfall- und haftpflichtversichert sind noch Rentenanwartschaften erwerben.

Professionelle Betriebe für HDL suchen händeringend nach geeignetem Personal und können die Nachfrage nicht bedienen, weil die personelle Kapazität nicht ausreicht.

Vor diesem Hintergrund hat die ZAUG gGmbH (Zentrum Arbeit und Umwelt – Gießener gemeinnützige Berufsbildungsgesellschaft mbH) das Modellprojekt Dienstleistungsagentur „Zeitgewinn“ mit modularer Qualifizierung zur Dienstleistungskraft durchgeführt. Unterstützt wurde die Umsetzung durch Kofinanzierung des Landkreises Gießen. Damit sollte ein bezahlbares Angebot an HDL geschaffen werden, welches in Konkurrenz zum Schwarzmarkt treten kann. Außerdem sollte das hohe Arbeitsplatzpotenzial auf dem Markt der HDL für Frauen erschlossen werden, die bisher keine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt sahen, zum Beispiel durch lange Unterbrechungen in Form von Erziehungszeiten oder fehlende Berufsausbildung.

Die Qualifizierung der Frauen sollte eine Basis für eine eigene Erwerbsbiografie ermöglichen.


Modelle für ein bezahlbares Angebot

Es gibt bereits einige Modelle, mit denen die Inanspruchnahme von HDL subventioniert wird. Diese wurden mit der wissenschaftlichen Begleitung durch die Justus-Liebig-Universität Gießen analysiert und auf Übertragbarkeit geprüft.

Der zweite Ansatz befasste sich mit der Unterstützung von Mitarbeitenden in Unternehmen durch ein betriebliches Gutscheinmodell. Vor allem familienfreundlichen Unternehmen wurde eine Möglichkeit geboten, die Mitarbeitenden mit familienunterstützenden Sozialleistungen zu unterstützen. Dieses Modell wird weiterentwickelt und lokal erprobt.


Qualifizierende Beschäftigung für eine berufliche Perspektive

Für die tarifliche Anstellung und begleitende Qualifizierung der Teilnehmerinnen wurde ein Modellbetrieb gegründet. Hier sind die meisten Teilnehmerinnen fachfremd in die Tätigkeit gestartet. Durch die modulare qualifizierende Beschäftigung wurde den Frauen ein Rahmen geboten durch den ein Einstieg in geschütztem Rahmen möglich wurde. Auch die Aussage einer Teilnehmerin bestärkte das Vorgehen: „Ohne diese Projektteilnahme würde ich gar nicht mehr arbeiten.“


Modell für sozialversicherungspflichtige teilraumbezogene Beschäftigung

In Kooperation mit dem Landkreis wurde das Modell für sozialversicherungspflichtige teilraumbezogene Beschäftigung entwickelt, um Dauerarbeitsplätze zu schaffen. Im Zentrum dieses Modells stehen die Möglichkeit der Kombination verschiedener beruflicher Tätigkeiten und die Gestaltung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Der Betrieb konnte damit in die Nachhaltigkeit geführt werden und beschäftigt heute rund 60 Mitarbeitende.

Das Modellprojekt Dienstleistungsagentur „Zeitgewinn“ wurde aus Mitteln des Landkreises Gießen, des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds (ESF) gefördert.

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