Projekte im ESF 

 

Chance Arbeitsmarkt

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Kompetenz schafft Perspektive

Das interkommunale Kooperationsprojekt „Chance Arbeitsmarkt“ ist am 1. Oktober 2015 in den Landkreisen Lahn-Dill und Limburg-Weilburg gestartet. Es richtet sich an Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive, die möglichst frühzeitig in den regionalen Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt integriert werden sollen. Hierzu wird allen Teilnehmenden eine Kompetenzfeststellung und, wenn notwendig, eine weiterführende Qualifizierung angeboten. Träger des Projektes sind die beiden großen kommunalen Bildungs- und Beschäftigungsgesellschaften „Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen“ (GWAB) aus dem Lahn-Dill-Kreis und die „Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung“ (GAB) aus dem Kreis Limburg-Weilburg.

Die Flüchtlinge, die in die Landkreise kommen, werden zunächst von den Sozialämtern empfangen und betreut. Diejenigen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren werden an die Beratungskräfte des Projekts verwiesen. In einem Erstgespräch werden die persönlichen und beruflichen Daten sowie der jeweilige Unterstützungsbedarf systematisch erfasst. Bereits im Oktober konnten mit mehr als 200 Personen solche Gespräche geführt werden. Als hilfreich haben sich hierbei Fragebögen erwiesen, die den Flüchtlingen zusammen mit Flyern des Projektes ausgehändigt werden und die eigens für „Chance Arbeitsmarkt“ in die jeweiligen Landessprachen übersetzt worden sind.

Die im Erstgespräch erfassten berufsbiographischen Erfahrungen dienen als Grundlage für die individuelle Förderung. Im weiteren Verlauf des Projektes wird zudem eine Kompetenzfeststellung durchgeführt. Im Anschluss daran findet auf Grundlage der Ergebnisse eine Handlungsplanung statt, die auf passgenaue Qualifizierung und Integration in den ersten Arbeitsmarkt abzielt. Hierzu werden, je nach Förderbedarf, qualifizierende Beschäftigung, Qualifizierungsbausteine und Teilqualifizierungen angeboten.

Erstgespräche und Kompetenzfeststellung

Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Es verknüpft die Kompetenzfeststellung von Flüchtlingen mit dem Zugang zu weiterführender Qualifizierung und der Integration in den ersten Arbeitsmarkt. In der ersten Phase des Projektes liegt der Schwerpunkt auf dem Erstgespräch mit den in den beteiligten Landkreisen befindlichen Flüchtlingen, die aufgrund ihres Alters potenziell dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die anschließende Kompetenzfeststellung kann weitgehend unabhängig vom Sprachniveau durchgeführt werden und eröffnet den Teilnehmern eine frühzeitige Perspektive in Richtung Arbeitsmarkt. Das steigert die Motivation und erleichtert die gesellschaftliche Integration. Teilnehmende, denen es gelingt, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, erfahren eine verbesserte soziale Teilhabe, erreichen persönliche Unabhängigkeit durch eigenständige Existenzsicherung und tragen gleichzeitig zur Fachkräftesicherung für die regionalen Betriebe bei.

Das Projekt ist mit allen relevanten Akteuren abgestimmt: Dazu gehören das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, die Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar und die Sozialämter und Ausländerbehörden der beiden Landkreise, die Jobcenter, die beiden federführenden kommunalen „Chance Arbeitsmarkt“ Beratungsgespräch mit jungen Flüchtlingen Gesellschaften sowie die beteiligten Kooperationsbetriebe. Durch die Unterstützung der beiden Kreishandwerkerschaften mit Handwerkskammer und IHK steht den Teilnehmern nach Feststellung der individuellen Voraussetzungen der Einstieg in eine Vielzahl von Berufsfeldern offen.

Das breite Spektrum der beruflichen Orientierung und Qualifizierung ermöglicht einen individuellen Förderansatz, der den persönlichen Neigungen und Begabungen entspricht, und ist gleichzeitig ein eindrucksvoller Beleg für die funktionierende Netzwerkarbeit in beiden Landkreisen.

Kontakt

Kerstin Gerbig
GWAB mbH

kerstin.gerbig@
kerstin.gerbig@gwab.de

Stephan H. Zimmermann
Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung mbH
stephan.zimmermann@gab-limburg.de

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