Projekte im ESF 

 

Vom Jobcenter in die Suchthilfe

© Suchthilfezentrum Wiesbaden

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Eines der Kernziele des ESF in Hessen ist die Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung. Gemeint ist, für mehr Beschäftigungsfähigkeit und Integration benachteiligter Personen in den (regionalen) Arbeitsmarkt zu sorgen. Von sozialer Ausgrenzung bedrohte Personen stehen besonders im Fokus. Sie sind aufgrund von diversen, teils vielfach vorhandenen Problemlagen – etwa Suchterkrankungen, hohen Verschuldungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen – nur schwer in den Lage, ihren Platz im Arbeitsmarkt zu finden.

Hier müssen spezielle Hilfe- und Beratungsmaßnahmen angeboten werden, um den betroffenen Männern und Frauen eine Perspektive zu geben, von der in erster Linie sie selbst, aber schlussendlich die ganze Gesellschaft profitieren.

Ein gutes Beispiel ist das Projekt „Vom Jobcenter in die Suchthilfe“, durchgeführt vom Suchthilfezentrum Wiesbaden, dessen Träger die Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. ist. Es richtet sich an erwerbsfähige Männer und Frauen im Leistungsbezug mit dem Vermittlungshemmnis Sucht. Dabei kann es sich um eine Drogen-, Alkohol-, aber auch Glücksspiel- oder sonstige Verhaltenssucht handeln, die ein reguläres Arbeitsleben nicht selten unmöglich macht.

Breite Palette an Unterstützungsmodulen

Durch eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Suchtmittelkonsum und der Suchterkrankung oder durch eine Änderung der Konsumgewohnheiten sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, eine berufliche Integration der Betroffenen zu erreichen. Hierzu werden verschiedene Module eingesetzt, die sich am jeweiligen Bedarf orientieren. Alle Leistungsmodule stehen zur Verfügung: von Basisberatung und Vermittlung in weiterführende Hilfemaßnahmen über sekundärpräventive Intervention und kontrolliertem Konsum oder kontrollierte Konsumreduktion bis zu langfristiger Begleitung und Nachsorge.

Die Männer und Frauen nehmen während der Beratung und Betreuung im Projekt „Vom Jobcenter in die Suchthilfe“ in der Regel Einzeltermine wahr. Bedarfsorientiert werden Angehörige und andere Personen aus dem sozialen Umfeld in die Beratung mit einbezogen. Im Rahmen der Vermittlung in ambulante oder stationäre Suchttherapie haben die Teilnehmer auch die Möglichkeit, eine Therapievorbereitungsgruppe zu besuchen. Ebenso stehen für sie besondere Therapiegruppen zur Verfügung, sofern die Betroffenen an einer zusätzlichen Störung der Stressverarbeitung, Emotionsregulierung oder extremen Suchtdruck leiden.

Für eine erfolgreiche Projektdurchführung ist vor allem eine enge und gute Zusammenarbeit mit dem kommunalen Jobcenter der Landeshauptstadt Wiesbaden notwendig.

Das Projekt wird im Auftrag der Landeshauptstadt Wiesbaden durchgeführt und anteilig mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

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