Projekte im ESF 

 

Wie Holz- und Floristikwerkstätten beim Übergang zu Beruf und Ausbildung helfen können

In der Produktionsschule Fulda, Grümel e.V. haben 16 Jugendliche und junge Geflüchtete die Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu erweitern und so mögliche Benachteiligungen im Übergang zu Beruf und Ausbildung abzubauen. In einer Holz-, Floristik- und Keramikwerkstatt können die Teilnehmenden Teamarbeit, Zuverlässigkeit, den Umgang mit Kunden sowie fachliche Kompetenzen in den  Arbeitsfeldern Holz, Floristik und Keramik erwerben. Ziel ist es, die jungen Menschen auf den Ausbildungs- und Arbeitsalltag vorzubereiten, ohne dem oft vorherrschenden schulischen Leistungsdruck ausgesetzt zu sein. Dazu wird das Arbeiten und Lernen in Kleingruppen eng miteinander verknüpft.

Unter dem Motto: „Jeder wird an seinem individuellen Leistungsstand abgeholt, integriert und gefördert“ werden die Jugendlichen unter kompetenter Begleitung der Werkstattanleiter in die Prozesskette jedes Arbeitsauftrages eingebunden.

Innerhalb der Holzwerkstatt beschäftigen sich die Jugendlichen mit der Herstellung kleiner Möbelstücke in Massivholzbauweise, der Aufarbeitung und Reparatur von Holz-Gartenmöbeln, sowie der Abholung und Auslieferung von Werkstücken. Im Bereich der Keramik stellen die Teilnehmenden Pflanzgefäße, Kräuterschilder, Vogeltränken und Vieles mehr aus Ton her. In Verbindung mit der Floristik entstehen seit Anfang 2019 kreative Sträuße, Kränze, Trockengestecke und Tischdekorationen. Durch aktives Kundenfeedback erfahren die Jugendlichen so eine positive Anerkennung ihrer Arbeit, was enorm zur Stärkung ihres Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls beiträgt. „Die Angst im Umgang mit Kunden konnte ich durch Vertrauen in das Produktionsschulteam und meine eigene Arbeit abbauen“, bestätigt eine Teilnehmerin der Floristik.

Sozialpädagogische Begleitung hilft den Jugendlichen, sich beruflich zu orientieren, Bewerbungen zu verfassen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und sich zu entfalten. Durch freizeitpädagogische Angebote, wie z.B. ein jährlich stattfindendes Teamtraining, werden Fähigkeiten, Ressourcen und Kompetenzen erlebt, geübt und erweitert. Hierzu merkt ein Teilnehmer der Holzwerkstatt an: „Ich bekomme einen Weg aufgezeigt durch Praktika, Gespräche und lebenspraktische Lehrinhalte im sozialpädagogischen Unterricht.“

„Das Besondere an der Arbeit in der Produktionsschule ist die enge Zusammenarbeit mit weiteren Fachkräften z.B. der Schuldenberatung, um die Jugendlichen optimal und ganzheitlich zu unterstützen“, sagt Frau D. vom Sozialen Dienst.

Im Jahr 2018 konnten sechs Jugendliche in Ausbildung/Arbeit und zwei TeilnehmerInnen in einen Integrationskurs vermittelt werden. In 2017 konnten acht Jugendliche in Ausbildung/Arbeit, drei TeilnehmerInnen in einen Integrationskurs und vier Jugendliche in weiterführende Maßnahmen vermittelt werden.

Gefördert wird die Produktionsschule Fulda durch den Europäischen Sozialfonds, das Kommunale Kreisjobcenter Landkreis Fulda, das Land Hessen und die Stadt Fulda.

 

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